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Ihr legt Wert darauf, nicht als Therapeuten
bezeichnet zu werden. Was ist die
Grundabsicht eurer Arbeit?
Klaus: Wir sehen uns tatsächlich lieber als
Bewusstseinsbegleiter oder Lebenslehrer.
Die Angebote in der psychospirituellen
Szene strotzen ja vor Glücks- und Heilsversprechungen.
Der Versuch, sich ständig
zu verbessern und wohl zu fühlen,
stärkt jedoch vor allem das Gefühl, nicht
in Ordnung, nicht gut genug zu sein. Den
Teilnehmenden unserer Seminare und
Ausbildungen möchten wir in erster Linie
die Fähigkeit und den Mut vermitteln,
diese tiefsitzenden Ego-Strategien zu
durchschauen und sich ihrer ursprünglichen
seelischen Wahrheit anzuvertrauen,
jenseits von persönlichen Vorstellungen
und Vorlieben.
Ursula: Jeder Mensch ist auf seelischer
Ebene von Anfang vollkommen und in
jedem Augenblick am richtigen Ort. Es
sind bloss unsere mentalen Konstruktionen
und die Angst vor unserer eigenen
Grösse, mit denen wir diese Einsicht verschleiern.
In unserer Arbeit begleiten wir
Menschen zur bewussten Konfrontation
mit diesen inneren Widerständen – nicht
um diese wegzutherapieren, sondern um
sie als Wegweiser für das eigene Wachwerden
erkennbar zu machen. Sich auf
seine unbewussten Anteile einzulassen, ist
der entscheidende Schritt, um die volle
Verantwortung für die individuelle Lebensrealität
zu übernehmen.
Die Art, wie ihr die Teilnehmenden mit
dem konfrontiert, was ihr wahrnehmt, ist
mitunter ganz schön heftig. Aus welchem
Impuls heraus erlaubt ihr euch das?
K: Dazu gehört vor allem ein radikales
Vertrauen in das, was sich durch uns ausdrücken
will. Unsere Arbeit beruht auf
keinem bestimmten Konzept, sondern
ergibt sich aus dem, was sich in der Tiefe
unseres Herzens stimmig anfühlt. Aufgrund
unserer eigenen Prozesse wissen
wir, wie unendlich trickreich sich das Ego
gegen seinen Machtverlust wehrt. Um
sich dieser Leidensprozesse bewusst zu
werden, kann es unumgänglich sein, zum
passenden Zeitpunkt von jemandem den
Spiegel vorgehalten zu bekommen oder
in den Hintern getreten zu werden.
U: Da wir die Teilnehmenden dazu ermutigen,
ihre verleugneten Schattenseiten,
die sie am liebsten ausmerzen würden, in
aller Klarheit anzuschauen und anzunehmen,
kämen wir nicht weit, wenn wir
dabei lieb und nett wären oder dafür gar
Lob kriegen möchten. Wer uns allerdings
kennt, weiss, dass unser Zugang zu jedem
einzelnen Menschen von bedingungsloser,
wertfreier Liebe und von grossem
Respekt für die einzigartige Schönheit seines
Wesens getragen ist.
Die Wirksamkeit eurer Arbeit beruht
wesentlich auch auf eurer ausgeprägten
intuitiv-medialen Begabung. Dies zeigt
sich besonders eindrücklich in euren
«Klar-Stellungen». Gegen aussen hin
scheint ihr diese Fähigkeit jedoch eher
zurückhaltend zu kommunizieren.
U: Diese Art der Wahrnehmung ist für uns
in der Tat eine bedeutende Ressource.
Das Thema Medialität ist in unserer Gesellschaft
jedoch mit so vielen Vorurteilen
behaftet, dass uns ein diskreter und seriöser
Umgang damit wichtig ist. Wie Klaus
es schon angedeutet hat: Wir tun in unserer
Arbeit einfach das, was durch uns getan
werden will, ohne damit irgendwo hingelangen
oder uns damit profilieren zu wollen.
K: In jenem unpersönlichen, feinstofflichen
Energiefeld, aus dem wir unsere
Informationen erhalten, sind wir alle so
miteinander verbunden, dass unsere Art
der Medialität nur dann einen Wert hat,
wenn sie die Eigenverantwortung und die
Selbstbestimmung der Teilnehmenden zu
stärken vermag. Deswegen rufen wir immer
wieder dazu auf, unsere Aussagen nicht
einfach zu glauben, sondern sie nur als
Anlass dafür zu nehmen, endlich selber
klar hinzuschauen. Den Prozess, die eigene
Wahrheit zu erfühlen, können wir niemandem
abnehmen. Zudem möchten wir
betonen, dass jeder Mensch, der ein lebendiges
Interesse daran hat, sich diesen Zugang
bis zu einem gewissen Grad erschliessen
kann. Dazu bieten wir ja auch ein
spezifisches Ausbildungs-Training an.
U: Unsere «Klar-Stellungen» erhellen im
Übrigen beispielhaft, dass wir das, was
wir medial empfangen, in keiner Weise
beeinflussen können und auch nicht zu
kontrollieren brauchen. Sobald die Stellvertreter
mit der Energie bestimmter seelischer
Aspekte «geimpft» worden sind,
ergibt sich alleine aus der Prozess-Dynamik
und dem Schlussbild eine Klarheit, die
eindeutiger nicht sein könnte. Was hier
rein durch neutrales, interpretationsloses
Fühlen sichtbar wird, erfüllt uns selbst
Mal für Mal mit dem allergrössten Respekt
für jene grössere Kraft, die uns in jedem
Augenblick durch unser Leben führt.
Erschienen im WaldhausAktuell, April 2010
Klaus Konstantin
Tel. 0041 (0)33 650 90 48 oder
Mobil 0041 (0)79 528 91 79
Ursula Maria Auktor
Tel. 0041 (0)33 650 90 48
Mobil 0041(0)79 747 86 98
Dorfstrasse 5
CH-3652 Hilterfingen
www.clarius-institut.info
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